{"id":1095,"date":"2020-09-25T08:06:00","date_gmt":"2020-09-25T06:06:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gartengestaltung-stefanheller.de\/tipps\/?p=1095"},"modified":"2021-01-07T18:07:11","modified_gmt":"2021-01-07T16:07:11","slug":"invasive-arten-in-der-natur","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.gartengestaltung-stefanheller.de\/tipps\/invasive-arten-in-der-natur\/","title":{"rendered":"Invasive Arten in der Natur"},"content":{"rendered":"\n<p>Zum Sommerende und Herbstanfang gibt es im Garten auch noch so manchen Langzeitbl\u00fcher, der auch f\u00fcr Insekten und Bienen eine attraktive Weide darstellt. Leider sind nicht alle diese Pflanzen bei uns in der Natur willkommen. Es handelt sich hierbei um <strong>invasive Arten<\/strong>, die bei uns nicht heimisch sind und durch Ihren \u201eAusbreitungsdrang\u201c unsere heimische Flora verdr\u00e4ngen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Pflanzen wurden durch den Menschen eingeschleppt und durch selbst\u00e4ndige Aussaat oder vegetative Vermehrung (Entsorgung der l\u00e4stigen Wurzelspr\u00f6sslinge in der Natur) gro\u00dffl\u00e4chig verbreitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Sommer bl\u00fcht das mittlerweile gro\u00dffl\u00e4chig verbreitete und allseits bekannte <strong>Indische Springkraut<\/strong>. F\u00fcr Bienen und Hummeln bietet es eine gedeckte Mahlzeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong>Herkulesstaude<\/strong> versorgt viele Wildbienen und dient getrocknet so manchem als Dekoration mit ihrem gigantischen Bl\u00fctenstand im Hauseingang.<\/p>\n\n\n\n<p>Der bis zu drei Meter hohe <strong>Staudenkn\u00f6terich<\/strong> bildet fl\u00e4chige Horste und ist in freier Natur nicht mehr zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eingeschleppt wurden diese Pflanzen aufgrund der Zierde im Garten und verbreitet durch Unwissenheit.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"188\" height=\"250\" src=\"http:\/\/www.gartengestaltung-stefanheller.de\/tipps\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Goldrute.jpg\" alt=\"Goldrute\" class=\"wp-image-1120\" srcset=\"http:\/\/www.gartengestaltung-stefanheller.de\/tipps\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Goldrute.jpg 188w, http:\/\/www.gartengestaltung-stefanheller.de\/tipps\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Goldrute-113x150.jpg 113w\" sizes=\"(max-width: 188px) 100vw, 188px\" \/><figcaption>Goldrute<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Im September bl\u00fcht bei uns auch noch die <strong>Kanadische Goldrute<\/strong> (Solidago canadensis)<\/p>\n\n\n\n<p>Sie ist eine sch\u00f6ne, hohe Schmuckstaude im Garten. F\u00fcr Schwebfliegen<br>ist sie ein Anziehungsmagnet, doch leider stellt sie durch ihre Aussaat mittlerweile ein Problem in der Landschaft dar.<\/p>\n\n\n\n<p>Leider wird dieser Samen auch durch Blumenwiesenmischungen im Freiland ausgebracht. Sollten sie diese Staude in ihrem Garten kultivieren, vermeiden Sie doch bitte die Vermehrung indem sie die Stauden nach der Bl\u00fcte abschneiden und somit nicht zur Samenbildung kommen lassen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"188\" height=\"250\" src=\"http:\/\/www.gartengestaltung-stefanheller.de\/tipps\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Schlitzbla\u0308ttriger-Sonnenhut.jpg\" alt=\"Schlitzbla\u0308ttriger Sonnenhut\" class=\"wp-image-1122\" srcset=\"http:\/\/www.gartengestaltung-stefanheller.de\/tipps\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Schlitzbla\u0308ttriger-Sonnenhut.jpg 188w, http:\/\/www.gartengestaltung-stefanheller.de\/tipps\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Schlitzbla\u0308ttriger-Sonnenhut-113x150.jpg 113w\" sizes=\"(max-width: 188px) 100vw, 188px\" \/><figcaption>Schlitzbla\u0308ttriger Sonnenhut<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ein mir selbst erst \u201eneuer Bekannter\u201c unter den Neophyten ist der <strong>Schlitzbl\u00e4ttrige Sonnenhut<\/strong> (Rudbeckia laciniata). Am Unterlauf der Ilz bildet der bis zu drei Meter hohe Sonnenhut ausgedehnte Staudenbeete gemischt mit dem pinkfarbenen, bl\u00fchenden Indischen Springkraut. Dieser Anblick ist eine Augenweide f\u00fcr jemanden, der den Schaden f\u00fcr unsere heimische Flora nicht kennt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schlitzbl\u00e4ttrige Sonnenhut wurde vermutlich durch Unachtsamkeit bzw. durch Entsorgung in der Natur ausgebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch \u00dcberschwemmungen an den Uferrandstreifen werden diese Rhizome weiter verbreitet, weshalb der Schlitzbl\u00e4ttrige Sonnenhut entlang des Flussbettes so stark vertreten ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesen Beispielen m\u00f6chte ich Sie darauf hinweisen, dass ein gut gemeintes Verbreiten von Zierpflanzen in unserer Natur schwerwiegende Folgen haben kann.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"333\" height=\"250\" src=\"http:\/\/www.gartengestaltung-stefanheller.de\/tipps\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Riesen-Alant.jpg\" alt=\"Riesen-Alant\" class=\"wp-image-1121\" srcset=\"http:\/\/www.gartengestaltung-stefanheller.de\/tipps\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Riesen-Alant.jpg 333w, http:\/\/www.gartengestaltung-stefanheller.de\/tipps\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Riesen-Alant-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.gartengestaltung-stefanheller.de\/tipps\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Riesen-Alant-150x113.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 333px) 100vw, 333px\" \/><figcaption>Riesen Alant<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Dies betrifft auch die Verbreitung von nichtgeeignetem Blumenwiesensaatgut in der freien Landschaft. So hat sich beispielsweise der <strong>Riesenalant <\/strong>(Inula magnifica), der zwar nicht zu den invasiven Arten z\u00e4hlt, durch die unachtsame Entsorgung von Gartenabf\u00e4llen in den W\u00e4ldern verbreitet. F\u00fcr Schmetterlinge ist er zweifelsohne eine Weide, aber er geh\u00f6rt eben nicht zur heimischen Flora in den W\u00e4ldern. Von der Verbreitung invasiver Arten ist der Siedlungs-\u00a0 und Ortsbereich nicht betroffen, da hier durch regelm\u00e4\u00dfige Schnitt-und Pflegema\u00dfnahmen vorgebeugt wird.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Sommerende und Herbstanfang gibt es im Garten auch noch so manchen Langzeitbl\u00fcher, der auch f\u00fcr Insekten und Bienen eine attraktive Weide darstellt. Leider sind nicht alle diese Pflanzen bei uns in der Natur willkommen. 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