Schädlinge: Der Eichenprachtkäfer

 Der Eichenprachtkäfer ist ein metallisch grün, blau oder kupfrig glänzender schlanker Käfer mit einer Länge von 0,8 bis 1,3 cm. Der Käfer kommt in Eichenwäldern, Waldrändern, Parks und vor allem Kahlschlägen oder ungünstigen Standorten vor. Der Käfer lebt nicht nur unter der Rinde des abgestorbenen Baumes, er lebt auch auf den Ästen junger Bäume. Der größte natürliche Feind ist eine spezialisierte Schlupfwespenart sowie eine Brackwespenart.

Larven-Eichenprachtkaefer
Eichenprachtkaefer Larven

Das Frühjahr beginnt

Wieder einmal in Folge von mehreren Jahren ist ein Winter überstanden, der im gärtnerischen Sinne keiner war. Schnee sowie starken bzw. Dauerfrost gab es in unserer Region nicht. Anstelle von Schnee gab es aber auch zu wenig Regen. Die Grundwasserstände konnten dieses Jahr wieder nicht gefüllt werden. Dadurch fehlt den Bäumen im Frühsommer die Grundlage durch das aufsteigende Kapillarwasser.

Für den Austrieb ist die Bodenfeuchte ausreichend, doch aufgrund des frühzeitigen Austriebes, der größeren Verdunstung – bedingt durch die milden Temperaturen – und der Winde fehlt den unteren und oberen Schichten die Wasserkapazität. Bei mangelnden Niederschlägen und hohen Temperaturen im Frühjahr führt dies zu weiteren Stressfaktoren für unsere Gehölze. Diese wiederkehrenden Stresssituationen machen unsere Bäume nicht nur im Wald sondern auch im Kulturbereich für Schädlinge anfälliger. Im Garten treten zusätzlich noch neue Probleme und Schädlinge auf.

Wichtiges auf einen Blick…

Die Rasenflächen sind im Vergleich stärker verfilzt und stärker mit Moos durchzogen, als bei starkem Frost und Schnee, was Pilzkrankheiten wie z.B. die Rotspitzigkeit auch in den Wintermonaten gedeihen ließ.

Viele Gärten sind in der Grasnarbe von Wühlmausgängen durchzogen und aufgewühlt, da es fast keinen gefrorenen Boden gab. Auch die Vermehrung dieser Tierart wird aufgrund der milden Temperaturen verstärkt zunehmen. Abhilfe verschafft hier ein leeres Marmeladeglas, das man mit einem Lappen füllt, der in Terpentinersatz getränkt wurde. Das Glas wird mit einem durchlöcherten Deckel verschlossen und umgekehrt in den Wühlmausgang gesteckt. Der Geruch vertreibt die Wühlmäuse und durch den Einsatz des Lappens im Glas kann der Einsatzort immer wieder gewechselt werden. Mit dieser Methode können die Mäuse wirksam aus dem Garten vertrieben werden.

Der frühzeitige Austrieb der Obstgehölze und Beerensträucher wird unter Umständen zu einer stärkeren Spätfrostgefährdung führen. Dies ist allerdings auch arten- und sortenbedingt, je nach Blütezeit.

Auch sind bereits angesetzte Früchte robuster als die Blüte.

Die Vogelfütterung sollte vor allem durch die frühe Brut nicht vernach-lässigt werden. Der Speisentisch ist für die Vögel noch nicht so reichlich gedeckt wie später im Frühjahr. Auch für die Schädlingsbekämpfung könnte eine stärkere Vogelpopulation zum Frühsommer von Vorteil sein.

Obstbäume im Winter – was tun gegen den Apfelwickler

Wer im August Pappkartonstreifen an den Apfelbäumen angebracht hat sollte diese jetzt mit den verpuppten Apfelwicklern entsorgen.

Mit dieser Methode kann die Vermehrung des Apfelwicklers gut und schonend bekämpft werden.

Apfelwickler
Apfelwickler am Karton verpuppt

Hierzu wird ein ca. 15 cm breiter Pappkartonstreifen in Bodennähe um den Stamm gewickelt und mit Draht fixiert.

Der ´Wurm´ aus dem Apfel verkriecht sich im Karton und verpuppt sich.

Der Schädling kann so sicher, gezielt und ohne Chemie reduziert werden.

In den Wintermonaten leiden unsere freistehenden Obstbäume bei Sonnenschein unter den starken Temperaturschwankungen am Stammbereich.

Während die eine Seite von der Sonne stark erwärmt wird, bleibt die von der Sonne abgewandte Seite im Frostbereich.

Dieser Zustand führt zu Frostrissen, welche wiederum Eingangspforten für Krankheiten bilden können. Mithilfe eines weißen Kalk-anstriches im Stammbereich kann dem vorgebeugt werden.

Was tun mit den Samenständen der Blumenwiese und Stauden

Die Samenstände der Blumenwiese und der Stauden sollten als Vogelfutter über den Winter stehen bleiben.

Am besten wartet man mit dem Rückschnitt bis Februar.

Ausnahmen bilden kranke Pflanzenteile.

Herbstastern sollten wegen der Asternwelke nach der Blüte abgeschnitten und über die Biotonne entsorgt werden.

Bei Himbeeren verringert man nach dem Abernten mit dem bodennahen Rückschnitt die Verbreitung der Himbeerruten-krankheit.

Samenstaende-Hortensie

Die Samenstände der Hortensien werden gerne von den Spatzen im Winter verzehrt.

Die Hagebutten bleiben den Winter über als Nahrung für die Tierwelt erhalten.

Ein Rückschnitt am Ende des Winters beugt auch Frostschäden vor. Häufig muss im Frühjahr aufgrund der Schäden an Rosen nochmals nachgeschnitten werden.

Wer warten kann, erspart sich die unnötige Arbeit im Herbst. 

Gräser, die im Winter stehen bleiben konnten, erzeugen durch den angefrorenen Reif eine besondere Stimmung im Garten.

Garten-im-Winter

Wer die Gräser vor dem Winter zusammenbindet erleichtert sich im Frühjahr das Abschneiden und beugt der Staunässe im Wurzelbereich bei Schneefall vor.

Winterlinge und Krokusse

Zaubernuss

Winterlinge und Krokusse sind die ersten Nektarlieferanten für Bienen und Hummeln. Als Pflanztiefe gilt als Orientierung die Größe der Zwiebel:

Die doppelte Größe der Zwiebel entspricht der Pflanztiefe.

Für die erste Nahrung der Insekten sorgen die Winterblüher.

Der Winterduftschneeball

(Viburnum bodnantense ´Dawn´) beginnt schon im November zu blühen und die Blüte hält bis Ostern an.

Gefolgt von der heimischen Kornelkirsche (Cornus mas) welche auch zuverlässig Früchte ansetzt, dem Winterjasmin (Jasminum nudi-florum) im Februar und der Zaubernuss (Hamamelis mollis)
in verschiedenen Sorten und Farben.