Schädlinge – Dickmaulrüssler Teil 1

Leider werden unsere Lieblinge im Garten immer wieder von ungebetenen Gästen heimgesucht. Ungebetene Gartenbesucher sind zum Beispiel der Dickmaulrüßler und seine Larven:

Zerfurchte Blätter am Rhododendron zeigen uns, dass der Dickmaulrüssler zugeschlagen hat. Der Dickmaul-rüssler ist ein 10 mm großer Käfer, der nur bei Dunkelheit frisst. Das Absammeln der schwarzen Käfer macht daher nur nachts einen Sinn.

Neben Rhododendren sind auch Azaleen, Hortensien, Primeln, Kirschlorbeer, Fetthenne und Bergenien die beliebten Opfer des Schädlings. Die Larven des Käfers sind 10 mm groß, weiß und haben einen braunen Kopf. Bereits in diesem Stadium verursachen sie Fraßschäden an den Wurzeln, wodurch Pflanzen welken und letztendlich absterben können. Eine dauerhafte und biologische Bekämpfung des Schädlings kann mit Nematoden erfolgen.

Nematoden sind Fadenwürmer, welche mit Wasser im Wurzelbereich der befallenen Pflanzen ausgebracht werden. Die Nematoden fressen die Larven auf. Die Ausbringung der Nematoden erfolgt am besten in den Monaten April bis Mai und August bis September. Die Behandlung sollte im Folgejahr wiederholt werden.

Die Iris – Teil 3

Eine horstig-wachsende Art ist die Wildiris. Die bekanntesten Sorten der Gattung Wildiris sind Iris sibirica, Iris laevigata und Iris pseudacorus.

Die Japanische Sumpfiris (Iris laevigata) erreicht eine Wuchshöhe von 80cm. Sie eignet sich neben der gelben Schwertlilie (Iris pseudocorus), die bis zu 150 cm groß wird, für Pflanzungen im Gartenteich oder am Teichrand.

Die Sibirische Wieseniris (Iris sibirica) kann für naturnahe Pflanzungen ebenso verwendet werden wie für die Anpflanzung im Staudenbeet. Wer die Blütenstände der Iris Sibirica stehen lässt, kann den Fruchtschmuck auch im Winter bewundern und bietet damit auch den Vögeln Nahrung.

Die Iris – Teil 2

Eine klein-wüchsigere Sorte ist – wie schon der Name sagt – die Zwerg-Iris (Iris barbata-nana). Sie erreicht eine bescheidene Höhe von 15 bis 30 cm und eignet sich hervorragend für die Pflanzung im Steingarten oder Steppenbeet.

Auch die Zwerg-Iris gibt es – außer in Rottönen – in vielen Farbnuancen. Bei Pflanzung der Iris muss – ausgenommen der Wildiris – darauf geachtet werden, dass die Rhizome nach dem Einsetzen noch zu einem Drittel aus der Erde ragen.
Werden die Schwertlilien „blühfaul“, sollten Sie geteilt werden. Die Teilung nimmt man mit einem scharfen Messer vor und setzt damit an den Einschnürungen an.

Die vom Rand entfernten Rhizome können dann wieder gepflanzt werden. Am besten setzt man die Teile der Staude in lockere Gartenerde, die man mit gewaschenem Sand vermischt. Iris vertragen nämlich keine Staunässe.

Nach der Blüte müssen die Blütenstände bodennah abgeschnitten werden, damit die Pflanzen keine Energie für die Samenreifung verschwenden müssen.

Die Iris – Staude des Jahres 2016

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Iris-barbata

Farbliche Akzente im Staudenbeet können sie mit der Staude des Jahres 2016, nämlich der Iris setzen.

Die Iris, benannt nach der griechischen Göttin des Regenbogens, wurde vom Bund Deutscher Staudengärtner zur Staude des Jahres 2016 auserkoren. Von der uns allen unter dem Namen Schwertlilie bekannten Staude gibt es mehrere hundert Sorten.

Die Sorte Bart-Iris (Iris barbata) wird als Solitärstaude für das Staudenbeet verwendet. Die 80 bis 100 cm hohe Staude blüht in den Monaten Mai und Juni. Die Muster in den Blüten der Schwertlilie sind gestreift, getupft oder auch mit feinen Aderungen durchzogen. Die große verfügbare Vielzahl an Farbnuancen der Iris-Sorten lässt keinen Wunsch offen – so reicht die Auswahl von Reinweiß (“ Boule de Neige“) bis zu Rotbraun („Respectable“).
Im Staudenbeet findet die Schwertlilie ihren Platz am besten in der zweiten Reihe – leider ist das Blatt der Pflanze nicht annähernd so dekorativ wie die Blüte.

Da die Blütezeit bis spätestens Ende Juni endet, haben danach andere Stauden die Möglichkeit in ihrer Farbenpracht zu strahlen.

Der Blauregen

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Blauregen – Wisteria-sinensis

Hat das Gehölz den richtigen Standort gefunden, so kann es in seinem Wuchsdrang eine Höhe von mehr als zehn Metern erreichen.

Um Beschädigungen an Dachrinnen und Fallrohren zu vermeiden, ist der jährliche Rückschnitt ein „Muss“. Wenn man den Blauregen an einem Spalier ranken lassen will, sollte man einen Mindestabstand von zehn Zentimetern zum Mauerwerk einhalten, da die dicken Äste Beschädigungen an der Fassade verursachen können. Für den Standort des Gehölzes ist zu beachten, dass es ein leicht saures Milieu bevorzugt. Unterstützen kann man dies, indem man vor der Pflanzung Torfsubstrat unter die Pflanzerde mischt. Achtet man darauf, so beugt man einer Eisenchlorose vor. Diese Mangelerscheinung erkennt man an den immer mehr verblassenden Blättern.

Der Blauregen bevorzugt einen vollsonnigen Standort. Neben voller Sonne hat die Pflanze auch einen hohen Wasserbedarf. Je nach Beschaffenheit des Bodens wurzelt die Pflanze weitreichend oder tiefgründig.

Da die Pflanze empfindlich gegen Spätfrost ist, sollte der Rückschnitt im Frühjahr möglichst spät erfolgen, damit kein frühzeitiger Austrieb hervorgerufen wird.

Die Blüten des Blauregens entstehen am dreijährigen Holz. Durch mehrmaligen Rückschnitt während des Jahres bilden sich viele Verästelungen, die wiederum für einen verstärkten Blütenansatz in den folgenden Jahren sorgen. Überzählige Triebe sollten an der Basis entfernt werden, alle weiteren Ranken kürzt man nach zwei bis drei Augen ein. Durch diese Schnittmaßnahmen wird nicht nur der starke Wuchsdrang der Pflanze eingedämmt- man sorgt damit zugleich für eine jährlich, üppige Blüte!