Baum des Jahres 2021 – die Stechpalme

In diesem Beitrag möchte ich Ihnen den Baum des Jahres 2021 vorstellen.

Die Stechpalme, Ilex aquifolium (botanischer Name).

Stechpalme
Stechpalme

Gewählt wird der Baum des Jahres regelmäßig seit 1989. Der Baum des Jahres soll nach jeder Kür einen neuen Stellenwert in der Gesellschaft erhalten.

Der Ilex oder zu Deutsch die Hülse, Christdorn, Winterbeere oder in Österreich auch Schradler genannt,  konnte sich bei der Kür zum Baum des Jahres 2021 gegenüber dem Amberbaum (Liquidambar syraciflua) und der Amerikanischen Roteiche (Quercus rubra) durchsetzen.

Weltweit gibt es über 400 verschiedene sommergrüne oder immergrüne Baum- und Straucharten. Die Stechpalme ist weltweit – außer in Australien und im westlichen Nordamerika – vertreten.

Ilex aquifolium nennt sich die heimische Art, welche durch viele
Sorten in der Gartenverwendung vertreten ist. Meist wird Sie als kegelförmiger Strauch in seinen unterschiedlichen Varianten verwendet.

Es gibt stark fruchtende Sorten wie z.B.´ J.C van Tol´, kleinblättrige Sorten wie ´Myrtifolia´, mit weißgeränderten Blättern wie ´Silver Queen´, mit goldgelben Blättern ´Golden Gem´, aber auch andere Arten wie z.B. Ilex meserveae bringen vor allem frosthärtere und widerstandsfähige Sorten hervor wie z.B. ´Blue Angel´,  ´Blue Prince´ und ´Blue Princess´.

Diese Sorten eignen sich auch für Sonnenstandorte und für geschnittene Hecken.

Grundsätzlich wächst die Wildform bis zu 10 Meter hoch und wird fünf Meter breit. Sortenbedingt passen sie sich aber unserem Garten an.

Aber Achtung! Die attraktiven roten Früchte sind stark giftig.

Früchte des Ilex
Früchte des Ilex

Am besten wächst der Christdorn auf nährstoffarmen, mäßig trockenen und feuchten Böden.

Saurer bis neutraler Boden wird bevorzugt. Zusammen mit Kirschlorbeer, Mahonien, Strauchefeu, Wintergrüner Liguster und Eiben zählt die Stechpalme zu den robusten Gattungen welche auch bei Schatten – und Wurzeldruck unter großen Bäumen wächst.

Wie schon erwähnt, ist der Ilex bei uns als immergrünes Gehölz vertreten.

Diesen Gehölzen gilt besonders viel Aufmerksamkeit in den Wintermonaten. 

Immergrüne Gehölze verdunsten auch im Winter Feuchtigkeit. Wird diese aufgrund des gefrorenen Bodens nicht nachgeliefert, führt dies zu einer Frosttrocknis. Diese wird häufig am Kirschlorbeer beobachtet.

Meist jedoch treiben diese widerstandsfähigen Gehölze im Laufe des Frühjahres wieder aus.

Mit einfachen Methoden kann man die Frosttrocknis verhindern:

Liegengelassenes Laub beugt der Austrocknung des Bodens vor. Wässern vor den ersten großen Frösten kann viele Schäden verhindern genauso  wie bei Tauwetter im Winter ein zusätzliches Wässern eine Schädigung im Spätwinter vermeiden kann.

Diese Maßnahmen reduzieren die Stresssituationen unserer immergrünen Gehölze im Winter enorm.

Obstbäume im Winter – was tun gegen den Apfelwickler

Wer im August Pappkartonstreifen an den Apfelbäumen angebracht hat sollte diese jetzt mit den verpuppten Apfelwicklern entsorgen.

Mit dieser Methode kann die Vermehrung des Apfelwicklers gut und schonend bekämpft werden.

Apfelwickler
Apfelwickler am Karton verpuppt

Hierzu wird ein ca. 15 cm breiter Pappkartonstreifen in Bodennähe um den Stamm gewickelt und mit Draht fixiert.

Der ´Wurm´ aus dem Apfel verkriecht sich im Karton und verpuppt sich.

Der Schädling kann so sicher, gezielt und ohne Chemie reduziert werden.

In den Wintermonaten leiden unsere freistehenden Obstbäume bei Sonnenschein unter den starken Temperaturschwankungen am Stammbereich.

Während die eine Seite von der Sonne stark erwärmt wird, bleibt die von der Sonne abgewandte Seite im Frostbereich.

Dieser Zustand führt zu Frostrissen, welche wiederum Eingangspforten für Krankheiten bilden können. Mithilfe eines weißen Kalk-anstriches im Stammbereich kann dem vorgebeugt werden.

Was tun mit den Samenständen der Blumenwiese und Stauden

Die Samenstände der Blumenwiese und der Stauden sollten als Vogelfutter über den Winter stehen bleiben.

Am besten wartet man mit dem Rückschnitt bis Februar.

Ausnahmen bilden kranke Pflanzenteile.

Herbstastern sollten wegen der Asternwelke nach der Blüte abgeschnitten und über die Biotonne entsorgt werden.

Bei Himbeeren verringert man nach dem Abernten mit dem bodennahen Rückschnitt die Verbreitung der Himbeerruten-krankheit.

Samenstaende-Hortensie

Die Samenstände der Hortensien werden gerne von den Spatzen im Winter verzehrt.

Die Hagebutten bleiben den Winter über als Nahrung für die Tierwelt erhalten.

Ein Rückschnitt am Ende des Winters beugt auch Frostschäden vor. Häufig muss im Frühjahr aufgrund der Schäden an Rosen nochmals nachgeschnitten werden.

Wer warten kann, erspart sich die unnötige Arbeit im Herbst. 

Gräser, die im Winter stehen bleiben konnten, erzeugen durch den angefrorenen Reif eine besondere Stimmung im Garten.

Garten-im-Winter

Wer die Gräser vor dem Winter zusammenbindet erleichtert sich im Frühjahr das Abschneiden und beugt der Staunässe im Wurzelbereich bei Schneefall vor.

Winterlinge und Krokusse

Zaubernuss

Winterlinge und Krokusse sind die ersten Nektarlieferanten für Bienen und Hummeln. Als Pflanztiefe gilt als Orientierung die Größe der Zwiebel:

Die doppelte Größe der Zwiebel entspricht der Pflanztiefe.

Für die erste Nahrung der Insekten sorgen die Winterblüher.

Der Winterduftschneeball

(Viburnum bodnantense ´Dawn´) beginnt schon im November zu blühen und die Blüte hält bis Ostern an.

Gefolgt von der heimischen Kornelkirsche (Cornus mas) welche auch zuverlässig Früchte ansetzt, dem Winterjasmin (Jasminum nudi-florum) im Februar und der Zaubernuss (Hamamelis mollis)
in verschiedenen Sorten und Farben.

Wohin mit all dem Herbstlaub jedes Jahr?

Herbstlaub

Lieber Gartenfreund,

das Gartenjahr neigt sich wieder einmal dem Ende zu.
Leider war es ein weiteres, zu warmes und trockenes Jahr in Folge.

Aufgrund der angenehmen Witterung blieben die meisten Blätter bis Anfang Dezember an den Gehölzen und verzögerten die Gartenarbeit bis in den Winter hinein.

Dieser lange Zeitraum des Blattfalles könnte uns zu der Überlegung kommen lassen:

Wohin mit all dem Herbstlaub jedes Jahr?

Von der Rasenfläche muss es regelmäßig entfernt werden, da es sonst zu Schimmelbildung kommt. Durch das wiederholte abrechen des Rasens werden zeitgleich auch Moos und abgetrocknete Grashalme entfernt.
Somit wird die Grasnarbe vor dem Winter noch einmal durchlüftet und man beugt so den üblichen Rasenkrankheiten vor.

Das anfallende Herbstlaub ist auf den Beeten am besten aufgehoben.

Die Gemüsebeete können mit einer dicken Schicht versehen werden, welche erst im Frühjahr mit eingearbeitet oder auf dem Kompost entsorgt wird.

Auf den Staudenbeeten und unter den Sträuchern sollte es liegen bleiben. Es bietet Unterschlupf für viele Tierarten, die auch den Vögeln wieder als Nahrung dienen.

Das verrottende Laub fördert das Bodenleben und die Humus-bildung, was wiederum zu einer besseren Wasserspeicherung des Bodens führt.

Ein Mulchen z.B. mit Rindenmulch im Herbst ist somit unnötig, spart Geld, versauert den Boden nicht und bringt die aufgeführten Vorteile mit sich.