Bodenanalyse

Auch im Nutzgarten gibt es noch einiges zu tun- langsam sollten wir uns damit befassen den Boden für das nächste Frühjahr vorzubereiten.

Immer noch geht das Jäten weiter, aber wissen Sie immer was Sie aus dem Boden hacken und rupfen? Lassen Sie gegen Ende des Sommers das ein oder andere Gewächs so lange stehen, bis Sie erkennen, um was es sich handelt. Viele „unerwünschte“ Kräuter verraten uns nämlich wie es um unser Erdreich bestellt ist. So weisen etwa Hirtentätschel und Franzosenkraut auf stickstoffarmen, eher kalkhaltigen Boden hin, die Knoblauchsrauke auf stickstoffreichen, sauren bis neutralen Bogen.

Über den Persischen Ehrenpreis und die Ackerkratzdistel müsste sich jeder Gartenbesitzer freuen- sie zeugen von nährstoffreichem und humosen Untergrund.

Kleiner Arbeitskalender für Oktober

Auch im Oktober fallen noch viele Arbeiten im Garten an.

Nun ist Rosenpflanzzeit- tauchen sie die Wurzelballen vor dem Pflanzen einige Stunden ins Wasser.

Schneiden sie alte, dicke Triebe von Kletterrosen jetzt bodennah zurück. Das verjüngt die Gehölze und im Frühjahr treiben sie kräftig aus.

Bougainvillea

Bougainvillea

Vergessen Sie nicht das bestimmte Kübelpflanzen rechtzeitig ins Winterquartier umziehen müssen. Empfindliche Arten wie Bougainvillea oder Engelstrompete vertragen keinen Frost!
Oleander kann jedoch bei bis zu minus fünf Grad im Freien bleiben.
Als goldene Regel gilt: Je später die Pflanzen ins Winterquartier umziehen, desto abgehärteter starten sie in die Wintersaison!

Voll behangene Äste von Obstbäumen stützen Sie mit Holzpfählen, damit sie den auftretenden Herbststürmen trotzen können!

Noch nicht ausgereifte Tomaten können noch im Haus nachreifen. Das Aroma dieser Früchte ist zwar nicht so intensiv, aber sie fallen dem Frost nicht zum Opfer.

Bis Mitte Oktober können Sie noch Spinat ansäen. Achten Sie bei der Aussaat darauf, dass der Boden aufgelockert und gut durchlässig ist.

Nach mühsamen Monaten, nähert sich nun mehr und mehr die Zeit für eine gärtnerische Ruhepause. Vergessen sie nicht ihren mühsam herangezogenen Gartenertrag (wie z.B. Möhren, Kohlarten, Äpfel usw.) rechtzeitig einzuwintern, damit sie auch noch im Winter Freude an ihrem selbsterwirtschaftetem Ertrag haben!

Scharka Virus beim Steinobst

Scharka (oder Scharka-Krankheit) ist eine durch den Scharka-Virus hervorgerufene Krankheit des Steinobstes. Sie befällt vor allem Pflaumen und Zwetschgen und ist deren bedeutendste Krankheit, die sich seit den 1960er Jahren in Deutschland ausgebreitet hat und heute flächendeckend auftritt. Typische Symptome für den Befall sind hellolivgrüne bis olivgrüne Ringe, die sich im Mai/Juni auf den Blättern bilden und die sich zu schwarzen Punkten aus abgestorbenem Gewebe entwickeln können.
An den Früchten bilden sich Einsenkungen, die pockenartig oder linienförmig sind und unter denen das Fruchtfleisch (bis zum Stein) eine rötliche Farbe und gummiartige Konsistenz annimmt. Als Folge des Befalls kann es zu einem starken, vorzeitigen Abfall von Früchten kommen. Das Scharka-Virus und die von diesem hervorgerufenen Symptome der Scharka-Krankheit können nicht direkt bekämpft werden.
Lediglich die Ausbreitung kann vermieden bzw. reduziert werden durch:

  • Bekämpfung der übertragenden Insekten
  • Rodung infizierter Pflanzen
  • Verwendung virusfreier Unterlagen und Reiser
  • Verwendung wenig virusanfälliger / resistenter Sorten und Unterlagen

Aufgrund der Scharkaverordnung kann auch eine Rodung und Vernichtung befallener Pflanzen durch die zuständigen Behörden angeordnet werden
Beim Anbau von Steinobst in befallenen Gebieten besteht die einzige Möglichkeit darin, geeignete Sorten für den Anbau zu wählen.
Alte Sorten wie „Mirabelle von Nancy“, „Bühler Frühlingszwetschge“, „Große grüne Reneklode“, halten dem Scharka- Virus stand.

Welchen Pflaumen- oder Zwetschgenbaum pflanzen?

Hauszwetschge

Hauszwetschge

In früheren Zeiten erübrigte sich diese Frage, da jeder Landstrich seine eigene Pflaumensorte hatte, die dem regionalen Klima gewachsen war. Heutzutage werden noch viele der „alten“ Sorten bundesweit in den Baumschulen angeboten- es kommen auch zahlreiche neue Züchtungen hinzu.

Das wichtigste Merkmal der Sorten ist die Resistenz gegen den Scharka- Virus (Information dazu folgt im nächsten Post).

Alte Sorten wie „Mirabelle von Nancy“, „Bühler Frühlingszwetschge“, „Große grüne Reneklode“, halten dem Scharka- Virus stand.
Entscheidend für den Kauf eines Pflaumenbaumes sollten aber auch der eigene Geschmack und die Verwendungsabsicht (z.B. für Kuchen, Mus) der Früchte sein.

Es gibt viele Gründe einen Pflaumenbaum zu pflanzen-

zum einen passt sich kein anderer Obstbaum so bereitwillig an wie die Pflaume. Die Früchte der Pflaume reifen nach und nach, das bedeutet, dass man diese nicht allesamt, sondern in Etappen ernten kann. Pflaumenbäume müssen außerdem nicht regelmäßig geschnitten werden. Wer den Baum gelegentlich auslichtet und steil nach oben wachsende Äste entfernt, kann sich auf eine reiche Ernte freuen. Dank kleiner bis mittelgroßer Sorten muss man selbst in kleineren Gärten nicht auf einen Pflaumenbaum verzichten.
Außerdem sind die Früchte sehr gesund! Sie enthalten reichlich Kalium, welches den Wasserhaushalt ausgleicht und somit den Blutdruck reguliert. Pflaumen in getrockneter Form enthalten den Wirkstoff Pektin, der den Darm in Schwung bringt.

Nicht zu verachten sind auch die Gaumenfreuden die uns zum Beispiel ein leckerer „Zwetschgendatschi“ bereiten kann!