Gehölzschnitt

Während sich bei Ziergehölzen der Rückschnitt normalerweise an der Blütezeit orientiert, so sollte der Rückschnitt an den Obstbäumen und Obststräuchern bis Ende des Monats März erfolgt sein, da bei einem zu späten Schnitt der Saft für die Blütenknospen verloren geht.

apfelbaum

blühender Apfelbaum

Grundsätzlich gilt beim Gehölzschnitt:
Je stärker der Rückschnitt, desto stärker das Wachstum.
Pauschal kann dies nun nicht auf alle Obstgehölze umgelegt werden. Ein alter schwacher Baum, welcher verjüngt werden soll benötigt einen stärkeren Schnitt als ein junger stark wachsender Baum, bei dem eventuell nur ein Erziehungsschnitt notwendig wird.

Abhängig ist dies auch noch von der Sorte: z.B. wächst ein ´Elstar´ (Apfel) stark aufrecht, dann breit mit dünnen Trieben, während ein ´Geheimrat Oldenburg´ schwach bis mittelstark mit dicken Trieben wächst.

Grundsätzlich erfordert der Rückschnitt die Beobachtung des Baumes während der ganzen Jahreszeit. Ein Sommerschnitt (Wassertriebe ausschneiden) kann helfen einen stark wachsenden Baum zu „beruhigen“. Ein Baum wächst so wie er von Natur aus geschaffen oder vom Menschen gezüchtet wurde. Der Gärtner im Privatgarten kann ihn in eine veränderte Form lenken jedoch nicht seine Eigenschaft verändern. Vor allem sollte man nicht versuchen aus allen Obstbäumen verstümmelte Bonsais zu schaffen.

Wo kein Platz für einen großen Obstbaum ist, kann man auch auf schwach wachsende Sorten oder auf die, in den letzten Jahren immer moderner werdenden, Säulenobstgehölze zurückgreifen.

Mehr zum Grundprinzip des Gehölzschnitts im nächsten Post

Gaumenfreuden im Winter

mispel

Mispel (Mespilus germanica)

Neben diesen Augenfreuden im Winter kann sich der Hobbygärtner auch Gaumenfreuden in den Garten zaubern.
Eine Pflanzenart, die auch im Winter essbare Früchte trägt, ist die Mispel (Mespilus germanica) oder Echte Mispel.
Bei der Mispel, die zu den Kernobstgewächsen zählt, handelt es sich um einen sommergrünen Baum mit krummem Stamm und breiter Krone, der bis zu fünf Meter hoch werden kann.
Von Mai bis Juni trägt die Pflanze große, weiße Blüten, die denen der Wildrose ähneln.
Die süß-säuerlich schmeckenden Früchte der Mispel können erst nach den ersten Nachtfrösten verzehrt werden.
Im Mittelalter war die Mispel in Süd- und Mitteleuropa weit verbreitet, im 17. und 18. Jahrhundert auch in England.
Leider hat sie heutzutage in Europa als Obstbaum keine Bedeutung mehr- so ist sie in mehreren Gebieten verwildert.

Setzen Sie doch einfach einen Akzent und finden sie einen Platz für diese besondere Pflanze, die Ihnen den Winter versüßt!

Kälteschutz für Beerensträucher und Bäume

schneedeckeEine Schneedecke bietet Schutz vor allzu tiefen Frösten im Wurzelbereich.
Fehlt sie, dann können die Wurzeln erhebliche Schäden erleiden. Besonders gefährdet im Obstgarten sind Beerensträucher,
Quitten, Birnen auf Quittenunterlagen, Pfirsiche, Aprikosen und Erdbeeren.

Man kann sie jedoch schützen, indem man eine Mulchschicht aufbringt. Geeignete Materialien sind beispielsweise Mischlaub, Schreddergut,
Strohhächsel oder Rindenmulch.
Am besten bringt man die Mulschschicht erst auf, wenn der Boden bereits angefroren ist.
Das hat zum einen den Vorteil, dass sich an diesem geschützten Ort dann keine Mäuse einnisten und zum anderen bleibt der Boden im Frühjahr länger kalt, was eine zu frühe und damit frostgefährdete Blüte verhindert.

Welchen Pflaumen- oder Zwetschgenbaum pflanzen?

Hauszwetschge

Hauszwetschge

In früheren Zeiten erübrigte sich diese Frage, da jeder Landstrich seine eigene Pflaumensorte hatte, die dem regionalen Klima gewachsen war. Heutzutage werden noch viele der „alten“ Sorten bundesweit in den Baumschulen angeboten- es kommen auch zahlreiche neue Züchtungen hinzu.

Das wichtigste Merkmal der Sorten ist die Resistenz gegen den Scharka- Virus (Information dazu folgt im nächsten Post).

Alte Sorten wie „Mirabelle von Nancy“, „Bühler Frühlingszwetschge“, „Große grüne Reneklode“, halten dem Scharka- Virus stand.
Entscheidend für den Kauf eines Pflaumenbaumes sollten aber auch der eigene Geschmack und die Verwendungsabsicht (z.B. für Kuchen, Mus) der Früchte sein.

Es gibt viele Gründe einen Pflaumenbaum zu pflanzen-

zum einen passt sich kein anderer Obstbaum so bereitwillig an wie die Pflaume. Die Früchte der Pflaume reifen nach und nach, das bedeutet, dass man diese nicht allesamt, sondern in Etappen ernten kann. Pflaumenbäume müssen außerdem nicht regelmäßig geschnitten werden. Wer den Baum gelegentlich auslichtet und steil nach oben wachsende Äste entfernt, kann sich auf eine reiche Ernte freuen. Dank kleiner bis mittelgroßer Sorten muss man selbst in kleineren Gärten nicht auf einen Pflaumenbaum verzichten.
Außerdem sind die Früchte sehr gesund! Sie enthalten reichlich Kalium, welches den Wasserhaushalt ausgleicht und somit den Blutdruck reguliert. Pflaumen in getrockneter Form enthalten den Wirkstoff Pektin, der den Darm in Schwung bringt.

Nicht zu verachten sind auch die Gaumenfreuden die uns zum Beispiel ein leckerer „Zwetschgendatschi“ bereiten kann!

Obsternte Pflaume/Zwetschge

Hauszwetschge

Hauszwetschge

Im Monat September können wir nach und nach mit der Obsternte beginnen. Eine der ersten Obstsorten für die Ernte ist die Pflaume bzw. Zwetschge.

Die ersten süßen Früchte hängen auf der Südseite des Pflaumenbaumes- sie reifen zunächst am Kronrad und dann im Inneren. Richtig gepflückt werden die Früchte von Süden nach Norden und von außen nach innen. Am besten erntet man am frühen Vormittag, da Wespen zu dieser Zeit noch keinen Kurs auf den Baum genommen haben.