Hagebutte

Nach einem hoffentlich schönen Altweibersommer, können wir uns auf den goldenen Monat Oktober freuen.

Nicht nur das Laub, das sich in diesen Wochen bunt verfärbt, sondern auch die mannigfaltigen Früchte an den Wildsträuchern verzaubern die Landschaft.

Hagebutte

Hagebutte

Eine dieser Früchte ist die Hagebutte.
Trotz ihrer gesundheitsfördernden Wirkung ist sie fast in Vergessenheit geraten. Das gesunde Fruchtfleisch der Hagebutte enthält neben vielen Vitaminen auch Biophenole und Kalzium. Außerdem steckt darin 50 mal mehr Vitamin C als in Zitronen und zehn mal mehr als in der schwarzen Johannisbeere.

In früheren Zeiten wurden die Rosenfrüchte während der Wintermonate frisch, getrocknet, oder als Mus verzehrt, da man bereits damals erkannte, dass der Verzehr die köpereigene Abwehr stärkte. In den letzten Jahren besann man sich wieder auf das Wissen unserer Vorfahren. So sieht man nun immer häufiger die roten Früchte in den Gärten erleuchten.
Neben dem Verzehr, können die Früchte auch für dekorative Zwecke verwendet werden. Falls man nicht alle Früchte verwerten kann, können sich Vogelarten wie z.B. Dompfaff, Kernbeißer oder Seidenschwanz an den Früchten laben.

Grundsätzlich sind alle Hagebutten essbar; nur üppig gefüllte Rosensorten haben es „verlernt“ Samen zu bilden. Öfterblühende Rosensorten kommen nicht zur Fruchtbildung, da welke Blüten von uns Gärtnern abgeschnitten werden, um möglichst schnell eine neue Blüte zu fördern.

Wer Hagebutten zum verarbeiten ernten möchte, pflückt die Früchte von der heimischen Hunds-Rose (rosa canina), der Wein-Rose (rosa rubiginosa) oder der chinesischen Mandarin-Rose (rosa moyesii).

Je fülliger die Früchte sind, desto schneller gelangt man an große Mengen von Fruchtfleisch. Man darf nämlich nicht vergessen, dass von jeder Frucht der Stiel und Blütenreste entfernt werden müssen. Danach müssen die Früchte aufgeschlitzt und ausgeschabt werden, da die Kerne ein borstiges Fell tragen, das unangenehm scharf schmeckt, müssen diese ebenfalls entfernt werden.
Aber trotz aller Mühe können sich Genießer z.B. an einer leckeren Hagebutten-Marmelade erfreuen.

Kurzer Arbeitskalender für den Monat September

Tomaten unter Schutzhaube

Tomaten unter Schutzhaube

Da die Nächte bereits kühler werden, ist es ratsam empfindliche Gemüsesorten, wie z.B. Kürbisse, Tomaten, Paprika, Zucchini, Bohnen und Salate mit einem Vlies oder einer Schutzhaube abzudecken.

Häufeln Sie in diesen Wochen auch die Schäfte des Winterporrees an, um sie zu bleichen

Wer im kommenden Sommer Knoblauch ernten möchte, kann nun einzelne Knoblauchzehen ca. 5cm tief in die Erde stecken.

Leimringe gegen Frostspanner werden Ende September um die Obstbäume gelegt, da sie verhindern, dass die flugunfähigen Weibchen zur Paarung in die Baumkrone krabbeln.

Zweijährige Blumen, die im Juni ausgesät wurden, können nun an einen passenden Platz im Garten umziehen.

Da sich Dahlien bis Ende September bräunlich verfärben, sollte man die Knollen, wenn man sie überwintern möchte, vorher kennzeichnen.

Wolfsmilchgewächse

Wolfsmilch Staude

Vielfarbige Wolfsmilch (Euphorbia polychroma)

Wussten Sie schon….
dass der Bund der Deutschen Staudengärtner die Wolfsmilch (Euphorbia) zur Staude des Jahres 2013 gekürt hat?

Die Wolfsmilch ist mit weltweit mehr als 2000 Arten unvergleichlich vielfältig. 
Der deutsche Name für Euphorbia (Wolfsmilch früher auch Wolfskrautmilch) wird von einer charakteristischen Eigenschaft aller Wolfsmilchgewächse abgeleitet. Die Pflanze enthält einen „beißenden Milchsaft“ welcher bei Kontakt mit der Haut Reizungen hervorrufen kann. Sollte der Saft in Kontakt mit den Händen oder der Haut kommen, empfiehlt es sich die Stellen umgehend abzuwaschen.

Trotz der reizenden Wirkung sollte man sich nicht scheuen einen Platz im Staudengarten für die Pflanze bereitzuhalten. Es gibt eine Vielzahl an Euphorbia-Varianten. Charakteristisch für die Wolfsmilch ist es, dass sie nicht mit ihren relativ kleinen Blüten, sondern mit den prächtigen Hochblättern besticht. Die auffällig gefärbten, in der Fachsprache als Brakteen bezeichneten Organe sind es auch, die die Pflanzen weit über ihre eigentliche Blütezeit hinaus attraktiv erscheinen lassen. Die daraus resultierende, nur vermeintlich lange „Blütezeit“ ist auch für die Wolfsmilcharten typisch, die wir als Stauden im Garten kultivieren.
Kein Wunder, dass sich die verschiedenen Arten und Sorten neuerdings einer steigenden Beliebtheit erfreuen. Die meisten Wolfsmilch-Arten besiedeln sonnige Standorte. Aber auch für halbschattige Standorte im Garten eignen sich Sorten wie z.B. die Mandel-Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides). Einige Arten beleben das Staudenbeet durch eine intensive Herbstfärbung. Die Staude des Jahres 2013 macht also ihrem Ruf alle Ehre!

Rasenpflege

Leider hatte der grüne Teppich in unserem Garten unter der nass-kalten Witterung im Frühjahr zu leiden.
Zum einen konnte der Rasen bedingt durch den Dauerregen nicht regelmäßig gemäht werden und zum anderen konnten sich unter dem etwas länger gewordenen Gras Krankheiten entwickeln.

Eine dieser Krankheiten ist die sogenannte Rotspitzigkeit. Sie entsteht durch Pilzbefall, welche durch Erreger wie Laetisaria fuciformis oder Corticium fuciforme verursacht wird. Der Befall des Rasens ist ganzjährig möglich. Begünstigt wird der Pilz jedoch durch längere Perioden mit feuchtwarmer Witterung.

Vorbeugen kann man dem Pilzbefall durch nicht zu kurzes, aber dafür regelmäßiges Mähen des Rasens, sowie durch eine Verbesserung der Nährstoffversorgung durch Düngung. Durch das Vertikutieren im Frühjahr oder im Herbst wird zudem Rasenfilz reduziert, welcher ein idealer Aufenthaltsort für Pilzkrankheiten ist.