Herbst im Garten

Trotz allen Genusses gibt’s viel Arbeit im Obstgarten.
Fallobst muss nun gesammelt, verwertet, gelagert oder entsorgt werden.
Beschädigtes Obst darf nicht eingelagert werden.
Am besten wird es sofort verwertet oder entsorgt.
Faules oder angefaultes Obst sollte nicht verwertet oder zum Entsaften abgeliefert werden.

Das Endprodukt kann nie besser sein, als das Ausgangsprodukt!

Nicht nur die Obsternte hält den Gartenfreund im Frühherbst auf Trab – auch im Nutz-und Ziergarten steht viel Arbeit an.

vogelbeeren September ist der letzte Zeitpunkt um Gründünger wie z.B. Senf oder Phacelia auf den abgeräumten Beeten auszusäen. Die Rasendüngung mit einem kaliumbetonten Rasendünger sollte bis Ende des Monats abgeschlossen sein.
Gehölze sollten wegen der Holzausreifung ab jetzt nicht mehr gedüngt werden.
Auch Buchs kann jetzt noch geschnitten werden – Blattschäden können noch nicht entstehen.
Wer seinen Rittersporn im Juli zurückgeschnitten hat, kann sich nun um eine Nachblüte erfreuen. Die Samenstände der abgeblühten Blütenstände von Sonnenhut, Mädchenauge und Iris sollten für die Vögel zum Verzehr stehen bleiben. Abgeblühte Bestände von Herbstastern müssen wegen der Asternwelke in der Biotonne entsorgt werden.
Erste Fruchtstände von Hagebutten, Ebereschen und Hortensien können jetzt für Herbstkränze gesammelt werden.

Die Iris – Teil 3

Eine horstig-wachsende Art ist die Wildiris. Die bekanntesten Sorten der Gattung Wildiris sind Iris sibirica, Iris laevigata und Iris pseudacorus.

Die Japanische Sumpfiris (Iris laevigata) erreicht eine Wuchshöhe von 80cm. Sie eignet sich neben der gelben Schwertlilie (Iris pseudocorus), die bis zu 150 cm groß wird, für Pflanzungen im Gartenteich oder am Teichrand.

Die Sibirische Wieseniris (Iris sibirica) kann für naturnahe Pflanzungen ebenso verwendet werden wie für die Anpflanzung im Staudenbeet. Wer die Blütenstände der Iris Sibirica stehen lässt, kann den Fruchtschmuck auch im Winter bewundern und bietet damit auch den Vögeln Nahrung.

Die Iris – Teil 2

Eine klein-wüchsigere Sorte ist – wie schon der Name sagt – die Zwerg-Iris (Iris barbata-nana). Sie erreicht eine bescheidene Höhe von 15 bis 30 cm und eignet sich hervorragend für die Pflanzung im Steingarten oder Steppenbeet.

Auch die Zwerg-Iris gibt es – außer in Rottönen – in vielen Farbnuancen. Bei Pflanzung der Iris muss – ausgenommen der Wildiris – darauf geachtet werden, dass die Rhizome nach dem Einsetzen noch zu einem Drittel aus der Erde ragen.
Werden die Schwertlilien „blühfaul“, sollten Sie geteilt werden. Die Teilung nimmt man mit einem scharfen Messer vor und setzt damit an den Einschnürungen an.

Die vom Rand entfernten Rhizome können dann wieder gepflanzt werden. Am besten setzt man die Teile der Staude in lockere Gartenerde, die man mit gewaschenem Sand vermischt. Iris vertragen nämlich keine Staunässe.

Nach der Blüte müssen die Blütenstände bodennah abgeschnitten werden, damit die Pflanzen keine Energie für die Samenreifung verschwenden müssen.

Die Iris – Staude des Jahres 2016

Iris-barbata

Iris-barbata

Farbliche Akzente im Staudenbeet können sie mit der Staude des Jahres 2016, nämlich der Iris setzen.

Die Iris, benannt nach der griechischen Göttin des Regenbogens, wurde vom Bund Deutscher Staudengärtner zur Staude des Jahres 2016 auserkoren. Von der uns allen unter dem Namen Schwertlilie bekannten Staude gibt es mehrere hundert Sorten.

Die Sorte Bart-Iris (Iris barbata) wird als Solitärstaude für das Staudenbeet verwendet. Die 80 bis 100 cm hohe Staude blüht in den Monaten Mai und Juni. Die Muster in den Blüten der Schwertlilie sind gestreift, getupft oder auch mit feinen Aderungen durchzogen. Die große verfügbare Vielzahl an Farbnuancen der Iris-Sorten lässt keinen Wunsch offen – so reicht die Auswahl von Reinweiß (“ Boule de Neige“) bis zu Rotbraun („Respectable“).
Im Staudenbeet findet die Schwertlilie ihren Platz am besten in der zweiten Reihe – leider ist das Blatt der Pflanze nicht annähernd so dekorativ wie die Blüte.

Da die Blütezeit bis spätestens Ende Juni endet, haben danach andere Stauden die Möglichkeit in ihrer Farbenpracht zu strahlen.

Staudenblüte

ritterspornNachdem frühe Zwiebelblüher wie z.B. Krokusse und Narzissen fast zeitgleich mit Hyazinthen und Tulpen um die Wette blühten, erfreuen schon kurz darauf Stauden wie Storchenschnabel, Spornblume und Sonnenröschem mit ihrer Farbvielfalt das Gärtnerauge. Es scheint als seien die geliebten Beetstauden durch frühe Blüte schon kurz vor ihrem Ende angelangt. Der Gartenfreund darf sich nicht beiirren lassen, denn es gibt viele Stauden, die nach einem zeitigem Rückschnitt ein zweites Mal Farbe zeigen. Rittersporn, Katzenminze, Feinstrahlaster und Storchenschnabel sind nur einige Stauden, die, nachdem man sie auf eine handbreit über dem Boden abschneidet, ihren bunten Auftritt oft noch wochenlang verlängern. Für die weitere Blühphase kann man organischen Dünger als Starthilfe einarbeiten.